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Hüttenberichte der vergangenen Jahre

Hüttenbericht Ingolstädter-Haus 2007

“Was macht das Wetter?” Diese Frage beschäftigte die Bergsteiger und Hüttenwirte im Jahr 2007 immer wieder.
Ein herrlicher Frühsommer im Juni: Die Bergwanderer drängten zu einem frühzeitigen Hüttenbesuch, den unsere Wirtin mit einem Wochenendbetrieb Ende Juni erfüllte. Dieser wurde begeistert angenommen.
Juli, August: Sonne, Schnee und heftige Gewitter wechselten sich ab. Lange Regenfälle führten zu einer Dauerbelegung des Trockenraumes.
September, Oktober: Die Hoffnung auf eine Schönwetterperiode wurde durch einen verfrühten Wintereinbruch zerstört. Es war teilweise unmöglich, das Haus auf dem Normalweg zu erreichen, da bereits auf der Kallbrunnalm bis zu 40 cm Neuschnee lagen und der Aufstieg lawingefährdet war. Der Zugang im Waldbereich war durch Felssturz und Windbruchholz unpassierbar.
Die Wege zu anderen Hütten waren nicht begehbar.
Trotz des insgesamt nicht gerade optimalen Wetters waren wir mit über 4.000 Besuchern zufrieden.

Erweiterungsbau
Die Erweiterung des Ingolstädter-Hauses auf der Westseite in drei Bauabschnitten liegt voll im Plan. Nachdem 2006 Keller, Bodenplatte und Treppenhaus errichtet wurde, ist heuer der komplette Rohbau mit Außenwänden, Dach, Fenster und Innenausbau im Eingansbereich (Toiletten) fertig gestellt worden. Das Haus hat sein Aussehen verändert.

Am 4. August feierten wir das Firstfest. Die Vorstandschaff und viele Besucher würdigten das gelungene Werk.
Die Zimmerei Manfred Hirschbichler aus Saalfelden erstellte in knapp 5 Wochen den gesamten Erweiterungsbau und koordinierte alle beteiligten Handwerker. Unter der Terminverantwortung und Regie von Zimmererpolier Rieder Klaus  haben die Firmen Untergangschnigg (Dach), LeogangerBau (Kamine+Durchbrüche), Lanzinger (Fenster +Türen), Stöckl (Elektro),  Georg Hirschbichler (Sanitär) und Wucher (Helikopter) wesentlich zum Gesamtgelingen beigetragen. Nur durch die hervorragenden Planungsvorbereitungen durch BM Machreich aus Saalfelden/Maria Alm konnten die Bauarbeiten umgesetzt werden.

Ein ganz besonderer Dank und Anerkennung gilt unseren ehrenamtlichen Helfern der DAV-Sektion Ingolstadt. 21 Helfer haben 8 Wochen über 2.300 Stunden geleistet und die Firmen kräftig unterstützt. Von ihnen wurden unter anderem Durchbrüche gestemmt, Abbruchmaterial abtransportiert, gemauert, verputzt, Elektroschlitze gestemmt und immer wieder die Baureinigung durchgeführt. Stellvertretend eine Frauenpartie auf dem Bild rechts. Auch nach einem 10-stündigen Arbeitstag war die Stimmung immer bestens.

Mehr Information unseres Erweiterungsbaues und Firstfeier auf unserer Internetseite unter: http://www.ingolstaedter-haus.de/html/bauabschnitt_2007.html

Unter diesen Voraussetzungen ist es mir nicht bange, mit dem Innenausbau 2008 weiter zu machen.

Hüttenbelegung
Trotz der unterschiedlichen Wetterlagen haben heuer über 4000 Bergsteiger auf dem Ingolstädter-Haus übernachtet, obwohl wir im September fast keine Besucher hatten.
Die Benutzung des unversperrten Winterraumes war in diesem Jahr lobenswert.

Bewirtschaftung
Silvia Gruber und ihr Team leisteten auch heuer wieder hervorragende Arbeit auf unserem Haus. Die Besucher erwähnen immer wieder die Freundlichkeit und die ausgezeichnete Verpflegung auf dem Ingolstädter-Haus. Durch eine gute Organisation ist der Hüttenbetrieb ohne Behinderung durch die Bauarbeiten weitergelaufen.

Die Handwerker und ehrenamtlichen Helfer wurden von Sylvia mit guter heimischer, pinzgauerischer Hausmannkost verpflegt. So waren die Anstrengungen der Tage meist schnell vergessen. Dafür meinen besonderen Dank.

Wartungs- und Unterhaltsarbeiten
Die alljährliche Inspektion der Materialseilbahn, Wegeunterhalt (Fels und Schneeräumung), Instandhaltung und Wartung der technischen Anlagen und viele kleinere Reparaturen schlugen mit ca. 10.000 € zu Buche.

Besonderes
Leider hatten wir im September einen Unglücksfall mit tödlichem Ausgang. Er wurde unter „Drama im Steinernen Meer“ ausführlich von der österreichischen und deutschen Presse kommentiert.

„ Was macht das Wetter?“, „Ist der Weg für uns begehbar?“ sind Fragen, die unsere Hüttenwirte aus langjähriger Erfahrung sehr kompetent beantworten können. Aus diesem Grund sollten deren Empfehlungen auch wirklich beachtet werden. Tragen Sie sich auch bitte immer ins Hüttenbuch ein, denn nur so kann bei Bedarf auch eine gezielte Suche eingeleitet werden.


Zusammenfassend
Es ist heuer viel geschehen. Sämtliche Bauarbeiten sind unfallfrei verlaufen.
Auf das „neue“ Ingolstädter-Haus können wir  stolz sein. Ich glaube, es ist eine gelungene Erweiterung, entstanden durch den Einsatz von vielen.

 

Bergheil

Herbert Thummerer
Hüttenwart Ingolstädter-Haus

www.ingolstaedter-haus.de
Kontakt:
info@ingolstaedter-haus.de

letzte Aktualisierung: 23.1.2008

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(c) Thomas Mayer