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Hüttenberichte der vergangenen Jahre

Hüttenbericht Ingolstädter-Haus 2003

Ein lang anhaltender Sommer mit manchmal tropischen Temperaturen im Tal hielt die Bergwanderer nicht davon ab, ihre Touren im Steinernen Meer durchzuführen. So hatten wir bei den Übernachtungen fast ein Rekordergebnis mit mehr als 5600 Übernachtungen. Leider mussten sich ca. 5 % mit einem Notlager zufrieden geben.

Durch die lange anhaltende extreme Hitze und Trockenheit spendete das Schneefeld am Fuße des großen Hundstod Anfang August kein Wasser mehr. So mussten wir zuerst den Waschraum eingeschränkt offen halten und sogar ab September ganz schließen. Nur ein Waschbecken konnte genutzt werden. Die Besucher zeigten dafür vollstes Verständnis. Die Toiletten blieben in Betrieb, da das in der Kläranlage gereinigte Abwasser über ein separates System im Haus zur Toilettenspülung wieder verwendet werden konnte.

Neues Energiekonzept
Durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des DAV Hauptvereins konnte ein weiterer Baustein zum Umweltschutz umgesetzt werden:
Ein neues Rapsöl-Blockheizkraftwerk (Leistung elektrisch 28 KW und thermisch 48 KW) in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage und einem Pufferspeicher (2000 Ltr.) bilden das neue Energiekonzept. Damit können wir nun ca. 86 % als Nutzenergie verwerten.

Vorteile des Raps-Pflanzenöles:

  • ungiftig
  • biologisch schnell abbaubar
  • nicht wassergefährdend
  • reduzierte Unfall- bzw. Feuergefahr, da Flammpunkt über 220° C
  • Aggregat läuft CO- neutral
  • Unterstützung der heimischen Landwirtschaft (Lieferant Raiffeisenbank Tittmoning)

Durch dieses Energiemanagement sind wir nun in der Lage, einige Annehmlichkeiten anbieten zu können: mit erhebliche Eigenleistung haben wir einen Trockenraum sowie die Beheizung einiger Räume umsetzen können. In den Betriebsräumen können wir nun permanent Warmwasser bereitstellen.

Behördliche Maßnahmen
Für die bestehende Materialseilbahn mußte als „luftfahrts-technisches Hindernis“ eine aufwendige Bestandsvermessung zur weiteren Genehmigung erbracht werden. Auch das unaufschiebbare Brandschutzkonzept wurde mit allen Fachbehörden besprochen und in einen möglichen Erweiterungsbau integriert.

Wartungsarbeiten
Weiter haben wir an der Seilbahn Sicherheitsmaßnahmen ausgeführt und auch wieder Geld in den Wegeunterhalt ausgeben müssen.

Auch viele kleinere Arbeiten wurden von unserer Hüttenwirtin Sylvia Gruber und ihren fleißigen Helfern umgesetzt.

Winterraum
Durch mehrere Hinweise im Winterraum, wie Inventarliste, Geldkassette, Überweisungsformulare usw. hatten wir heuer keine Beschwerden und sogar Einnahmen in Höhe von 350 €.

Hüttenwirtin
Mit ihrer Freundlichkeit, ihrer eingespielten und zuverlässigen Mannschaft, aber auch ihrem guten und reichlichen Essen hat Sylvia Gruber die vielen Besucher bestens versorgt und das Ingolstädter Haus als beliebten Stützpunkt für viele Bergsteiger wieder bekannter gemacht.

Dafür darf ich mich auch im Namen der über 5000 Gäste bei unserer Hüttenwirten Sylvia Gruber und ihrer Mannschaft herzlicht bedanken.
 

Für uns alle viel zu früh verstarb im Frühjahr Fred Gruber. Ich hoffe, dass Sylvia die Verbundenheit ihres Vaters zu unserer Sektion weiterführen wird.

 

Bergheil

Herbert Thummerer
Hüttenwart Ingolstädter-Haus

Februar 2004

letzte Aktualisierung: 8.4.2006

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(c) Thomas Mayer