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Hüttenberichte der vergangenen Jahre

Hüttenbericht Ingolstädter Haus 2002

Die Veränderungen am Ingolstädter Haus bewähren sich. Das Haus zeigt sich mit seinem erweiterten Umfeld als freundlich und hat zudem von seinem Charakter nichts verloren. Die entstandene Terrasse, unter der Wasser­tank, Technikräume und Rollenlager verborgen sind, beschert dem Besucher bei schönem Wetter einen unver­gessenen Rundblick über das gesamte „Meer“. So kann er sich erholen und die vorzügliche Küche genießen.

Eine Delegation von ca. 60 Fachleuten des Hütten- und Wegeausschusses des Hauptvereines war im September auf dem Haus und hat  sich sehr positiv über das neue Konzept der Wasseraufbereitung und der Abwasserreinigung geäußert. So gab es im vergangenen Jahr trotz der weit über 5.000 Über­nachtungen weder  Wasser­mangel, noch Probleme mit den Abwässern. Die Optimierung der gesamten Anlage erfolgt in der kommenden Saison, wobei wir die geforderten Reinigungswerte erreichen werden. Auch fügt sich das neu errichtete Gebäude der Kläranlage gut in die Landschaft ein. Ich glaube, wir haben mit dem hohen finanziellen Aufwand für die Kläranlage einen wesentlichen Beitrag zu „Natur erleben – Natur erhalten“ geleistet. Am 27. und 28. Juli wurden die Anlagen bei einer Sektionsfeier und einer damit verbundenen Bergmesse eingeweiht.

In den letzten Jahren wird das Ingolstädter Haus immer mehr als Stützpunkt einer Dreitagestour durch das Steinerne Meer ausgewählt. So sieht man immer wieder, dass an einem sonnigen Tag kurzerhand ein Ruhetag auf der Sonnen-Terrasse eingeschoben wird. An solchen Abenden verbringen viele Besucher auch noch den Abend im Freien.

Wird das Wetter kühler und windiger, beginnt jedoch der „Kampf“ um einen Sitzplatz in den gemütlichen Gasträumen. Dann haben wir öfters Probleme, alle Besucher zufrieden zu stellen. Es muss eine Sitzgelegenheit gesucht und in Schichten gegessen werden. Durch die hohen Besucherzahlen sind die Schlafplätze einschl. Notlager meist voll genutzt. Durch gesetzliche Auflagen müssen wir den Behörden ein Brandschutzkonzept vorlegen und in den nächsten Jahren umsetzen.

Trotz allem fühlen sich die Besucher wohl, was wir vor allem dem Einsatz unserer Hüttenwirtin Sylvia und ihres Teams zu verdanken haben.

Das Bergjahr 2002 hat uns aber auch erhebliche Probleme bereitet. So hatten wir Anfang August zwei schwere Unwetter zu überstehen. Dadurch wurde der gesamte Versorgungsweg entlang des Stausees bis zur Mitterkaseralm unbefahrbar und musste komplett neu geschottert werden. Ebenfalls waren erhebliche Schäden am Aufstiegsweg zu beseitigen. Da jedoch in der gesamten Region Maria Alm und Saalfelden Katastrophenalarm ausgesprochen wurde, erhoffen wir uns finanzielle Unterstützung von der Gemeinde Saalfelden. Der September brachte dann soviel Schnee, dass Sylvia alle Anrufer von einem Aufstieg abraten musste.

Auch bereitete uns das bestehende Aggregat Schwierigkeiten, so dass wir die gesamte Saison mit einem Ersatzaggregat auskommen mussten. Nachdem nun die Zuschüsse von der DBU genehmigt sind, erhalten wir heuer, wie das Riemannhaus,  ein neues Blockheizkraftwerk (Rapsöl anstatt Diesel) und sind dann auch diese Probleme los. 

Neben den Aufwendungen, die wir leisten, um das Ingolstädterhaus auf hohem Niveau zu halten, werden auch Auflagen für die „Schutzhütten“ immer umfangreicher und kostenintensiver, da sie von den Behörden als gastronomische Wirtschaftsbetriebe eingestuft werden. Dem müssen wir uns stellen. 

Ich möchte mich bei unserer Wirtin Sylvia mit Mitarbeitern für die vorbildliche Führung und Betreiben des Ingolstädter Hauses bedanken, ebenso bei all unseren Förderern für die Unterstützung.  Wenn wir auch zukünftig eine solch gute Zusammenarbeit erhalten, können wir noch viel bewegen und die hohen Erwartungen unserer Gäste weiter erfüllen.

Bergheil!

Herbert Thummerer
Hüttenwart Ingolstädter-Haus

letzte Aktualisierung: 8.4.2006

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(c) Thomas Mayer